Von Marco Stocker
Wenn man sich einen der grossen Marathons am Fernsehen ansieht, dann kann man da meist eine Spitzengruppe beobachten, in der sich die Läufer abwechselnd mal an die Spitze setzen oder sich im Windschatten der Konkurrenz verstecken. Mal zieht einer das Tempo an, dann wird wieder eher abwartend gelaufen. Bei einem Nachwuchsrennen bei uns in der Region sind solche Bilder nicht üblich. Ganz anders am vergangenen Sonntag beim Augusta Raurica Lauf in der Kategorie der U16. Da lief eine Gruppe von fünf Athleten ein Rennen wie bei den Grossen und dies auf richtig hohem Niveau, waren doch vier der fünf an der letzten Nachwuchs-SM im Final über 2’000m im Einsatz.
Kurz vor dem letzten Anstieg beschleunigte Andrin Margelisch das Tempo und zog die Gruppe auseinander. Keiner der Athleten lies sich jedoch entscheidend abschütteln und so sprinteten alle fünf auf den letzten 300 Metern dem Ziel entgegen. Nun zeichnete es sich aus, dass unsere Läufer sich im Training oft gegen Athleten aus anderen Disziplinen messen müssen und so auch über eine gute Tempohärte im Schlussspurt verfügen. Andrin Margelisch siegte vor seinem Teamkollegen Nicolas Dorn und einem Konkurrenten aus Aarau. Die Gruppe hinter der Spitzengruppe wurde lange Zeit angeführt von Miro Rindlisbacher, der seit Oktober ebenfalls in der Laufgruppe trainiert. Er wurde schliesslich sehr guter Siebter in der für ihn neuen Kategorie und lief dabei beinahe eine Minute schneller über 2.1 Kilometer lange Strecke wie noch im Vorjahr und sogar eine schnellere Zeit wie der diesjährige Sieger noch vor einem Jahr gelaufen ist.
Zwei weitere Pokale für den zweiten Platz
Ebenfalls in der Laufgruppe trainiert mittlerweile der U14-Athlet Christian Dorn und auch er lief in Augst ein hervorragendes Rennen. Er lief damit erstmals im Muttenzer-Dress aufs Podest und sicherte sich die Silbermedaille in einer Zeit, die für die Zukunft einiges erwarten lässt.
Was wir von Annika Mayer auf den längeren Distanzen erwarten dürfen, wissen wir schon lange. Trotz Müdigkeit im Vorfeld und nicht optimaler Form lief sie über 12 km ein gutes Rennen und wurde bei den W20 tolle Zweite.
Ebenfalls über die längste Distanz ging Tim Fleischlin an den Start. Auch er blieb unter der Stundenmarke und kam bei den M20 als Achter ins Ziel.
Auf der 5.5 Kilometer-Strecke durften sich ebenfalls zwei Muttenzer über deutliche neue persönliche Bestzeiten auf der Augusta Raurica-Strecke freuen. Sowohl Cedric Hegi als Fünfter als auch Jan Stocker als Siebter belegten bei den U20 einen Topten-Platz.
Gleiches gelang auch einigen weiteren Muttenzerinnen und Muttenzern. Bei den weiblichen U16 waren dies mit Lena Schmid, Elin Meyer und Luna Ulbricht gleich drei Athletinnen. Bei den U14-Jungs neben Christian Dorn auch noch Lio Balmer und bei den gleichaltrigen Mädchen Océane Naud. Aber auch auf der 1,2 Kilometer langen Strecke konnten sich sowohl Damian Gennaioli als auch Valentina Libertino und Siana Waldburger unter den ersten Zehn klassieren.
In knapp zwei Wochen steht dann der Baseler Stadtlauf auf dem Programm, wo dann besonders unsere Nachwuchs-Athletinnen und -athleten im Fokus stehen werden.
Aus der Rangliste:
12km M20: 8. Tim Fleischlin
12km W20: 2. Annika Mayer
5.5km MU20: 5. Cedric Hegi, 7. Jan Stocker
2.1km MU16: 1. Andrin Margelisch, 2. Nicolas Dorn, 7. Miro Rindlisbacher
2.1km WU16: 6. Lena Schmid, 8. Elin Meyer, 10. Luna Ulbricht, 13. Layla Schumann, 18. Moë Balmer
2.1km MU14: 2. Christian Dorn, 10. Lio Balmer, 15. Lian Bracher, 22. Amar Causevic, 27. Loris Parduhn, 31. Daris Causevic, 35. Julius Nagl
2.1km WU14: 9. Océane Naud, 15. Anoé Fiechter, 20. Zoé Nussbaum, 23. Annina Gerber, 24. Maria Rehmann, 33. Milaya Bader, 42. Giulia Stringer
1.2km MU12/10: 8. Damian Gennaioli, 15. Noam Brogli, 19. Tais Carvalho, 29. Aurel Rindlisbacher, 38. Nils Lurvink, 44. Quinn Bracher, 56. Kai Giesser
1.2km WU12/U10 : 8. Valentina Libertino, 10. Siana Waldburger, 17. Louisa Nussbaum, 20. Clara Waldner, 22. Thi-Ly Siegrist, 31. Felicitas Hug, 32. Naida Ormanovic, 34. Emilia Gennaioli, 46. Sofia Flury, 62. Zlata Pavlova, 65. Amy Bracher

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