Äusserst starker Saisonstart 2026

Von Marco Stocker

Die Stadion-Saison der Leichtathletinnen und Leichtathleten in der Region ist nach dem Eröffnungsmeeting in Riehen und den beiden Wettkämpfen auf der Schützenmatte am 1. Mai und eine Woche darauf so richtig lanciert und die Muttenzerinnen und Muttenzer wussten dabei in verschiedener Hinsicht zu brillieren.
Allen voran ist da der U16-Vize-Schweizer Meister in der Halle über 1’000m Andrin Margelisch. Sowohl über 2’000m als auch über 1’000m erzielte er dabei beim Saisonauftakt jeweils eine Schweizer Saisonbestmarke. So früh in der Saison ist das zwar noch nicht weltbewegend, seine Zeiten waren dabei aber jeweils äusserst stark und dürfen für den weiteren Verlauf der Saison noch einiges erhoffen lassen. Über die längere Distanz gelang es Andrin in 6:01.68 auch den Muttenzer Vereinsrekord um rund fünf Sekunden zu unterbieten. Über 1’000m blieb er bei seinem Sololauf nur knapp hinter seiner eigenen Bestmarke. 2:38.89 sind dennoch ein ausgezeichneter erster Wert. Im selben Rennen blieb Miro Rindlisbacher erstmals unter der 3-Minuten-Marke und qualifizierte sich in 2:56.62 voraussichtlich für die Hallen-Nachwuchs-SM im kommenden Winter. Im Freien wird diese Disziplin leider nicht angeboten. Über 600m und 2’000m kann er sich aber noch an den für dieses Jahr verschärften Richtwerten messen.
 
Bei den U16-Mädchen zeichnet sich für diese Saison ein Zweikampf um die Muttenzer Vereinsrekorde ab. Sprinterin Shila Bader und Mehrkämpferin Layla Schumann sprangen beide zum Saisonauftat im Weitsprung nur um wenige Zentimeter an die U16-Bestmarke heran, so dass man fast davon ausgehen kann, dass der einen oder gar beiden im Verlauf des Sommers eine neue Bestleistung gelingen kann. Selbiges gilt für den 80m Sprint, wo beide nicht weit vom bisherigen Rekord entfernt sind. Bemerkenswert am Ganzen ist, dass beide Athletinnen zum jüngeren Jahrgang in ihrer Kategorie gehören.
 
Ebenfalls bei den U16 lief Elin Meyer über die 80m Hürden bis auf eine Zehntelsekunde an die SM-Limite heran. Nach einem Stolperer auf den letzten Metern in diesem Rennen darf die junge Muttenzerin sicherlich darauf hoffen, den geforderten Wert im Verlaufe der Saison noch zu erzielen.
 
Bei den U14 wiederum deutete Paula Nagl ihr Potenzial über die Hürden an. Im national sehr stark besetzten Hürden-Cup in Basel sicherte sie sich im Sprint-Hürden-Dreikampf den hervorragenden zweiten Rang.
 
Ebenfalls Spitzenzeiten lief U18-Athlet Lars Stocker in Basel. Nach einem eher ernüchternden Saisonstart in Riehen vermochte er sich am 1. Mai deutlich zu steigern und seine PB über 100m zu verbessern und über 300m gar zwei Sekunden schneller zu laufen wie je zuvor. Über die selten gelaufene Distanz von 150m gelang ihm dann am Frühlingsmeeting gar ein Fabellauf. Im Sog des Zürchers Orlando Rauber, der schneller lief wie der bisherige Schweizer Rekord, verbesserte Lars vermeintlich auch den absoluten Muttenzer Vereinsrekord auf 16.67. Leider wehte der Wind aber mit 0,2m/s zu stark von hinten, so dass beide Bestzeiten leider nicht in die Rekordbücher Eingang finden.
 
Mit 9.95 verpasste Emilio Rudin am Frühlingsmeeting in Basel die Limite für die Nachwuchs-SM über 80m nur um 5/100. Sekunden.
 
Im Speerwerfen der U20 gelang es Jan Stocker in Basel mit dem 800g-Speer erstmals die 40-Meter-Marke zu übertreffen. Dass er dann mit 43,29m auch gleich noch den Vereinsrekord knacken konnte, war dann aber doch eine kleine Überraschung.
 
Bei den jüngeren Athletinnen und Athleten beeindruckte in diesem Jahr vor allem auf welcher Breite der TV Muttenz athletics in den jeweiligen Sprints anzutreffen war. Unzählige Seriensiege durften dabei bejubelt werden.
 
 
 
 
 
Bisher erzielte SM-Limiten:
 
U16M: Andrin Margelisch 600m/ 2’000m
 
U18M: Lars Stocker 100m/ 200m
 
U20M: Matti Perkuhn 100m/ 200m, Kilian Margelisch Weitsprung
 
U20W: Mathilde Bolten 1’500m 

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