Ein Trio an der SM in Luzern

Von Marco Stocker

 

Vergangenes Wochenende traten in Luzern mit Daniela Wydler, Pauline Depaermentier und Sheena Frei erstmals überhaupt gleich drei Athletinnen des TV Muttenz athletics zu den Leichtathletik Schweizer Meisterschaft der Aktiven an.

Als erste starteten am Freitag Pauline Depaermentier und Sheena Frei mit den Vorläufen über 100 Meter Hürden. Der Computer teilte die beiden nicht nur in die gleiche Serie ein, sondern liess sie auch noch gleich nebeneinander antreten.

 

Für Sheena Frei als U20-Athletin waren es die ersten Meisterschaften "bei den Grossen". Entsprechend nervös war sie, was sich bei der Vorstellung der Athletinnen ihrer Serie auch nicht gerade legen sollte. Hatten doch alle Konkurrentinnen neben den beiden Muttenzerinnen schon Starts an internationalen Grossanlässen vorzuweisen. Für Sheena Frei blieb es denn auch beim Sammeln von ersten Erfahrungen auf diesem Niveau. Die Zeit von deutlich über sechzehn Sekunden waren eine Enttäuschung, allein das Erreichen der Limite aber schon mehr, als man sich im Vorfeld dieser Saison wünschen konnte.

 

Pauline Depaermentier lief daneben konzentriert und locker als Zweite in 14.27 ins Ziel und qualifizierte sich erwartungsgemäss direkt für den Halbfinal. Dort liess die Französin ihr noch nicht ausgeschöpftes Potential aufblitzen: Muttenzer Vereinsrekord in 13.86 und die direkte Finalqualifikation waren der Lohn für einen ausgezeichneten Lauf. Vor dem Finallauf war dann aber auch für Depaermentier die Anspannung kaum auszuhalten, obwohl sie als Aussenseiterin an den Start ging. Die ersten Meter nach dem Start waren wieder ausgezeichnet. Dann setzten sich aber die U20-Europameisterin Noemi Zbären und Titelverteidigerin Clélia Reuse deutlich von der Konkurrenz ab und die Muttenzerin geriet bei der Landung nach der fünften Hürde leicht in Rücklage. Die Endzeit von 14.09 waren eine leise Enttäuschung. Der 5. Schlussrang aber ein grossartiger Erfolg!

 

Daniela Wydler wollte über 400 Meter beweisen, dass es ihr wie bis 2010 üblich immer noch gelingt, ihren Trainings- und Wettkampfaufbau auf den Saisonhöhepunkt auszurichten. Die ersten 200 Meter absolvierte sie in rassigem Tempo und fightete auf der Zielgeraden, was tatsächlich zu einer Saisonbestzeit von 58.05 reichte. Der sehr gute 9. Schlussrang reichte knapp nicht, um sich für den Finallauf zu qualifizieren. Somit war klar, dass die 24-jährige am zweiten Tag im Vorlauf über 200 Meter antreten würde. Auch hier gelang ihr ein ausgezeichneter Kurvenlauf. Bis rund 50 Meter vor dem Ziel lag sie an dritter Stelle, musste dann aber dem harten Wettkampf und den ausserordentlich hohen Temperaturen Tribut zollen. 26.12 waren nicht ganz das, was sich Daniela Wydler vorgestellt hatte, dennoch bleiben die Schweizer Meisterschaften auch ihr in guter Erinnerung.

 

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